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Rot – Hoher HandlungsbedarfArbeitsschutz

DGUV Regel 113-004 – Behälter, Silos und enge Räume (Neufassung)

Neufassung der Regel für Arbeiten in Behältern, Silos und engen Räumen mit verschärften Anforderungen an Freigabeverfahren und Rettungskonzepte.

Veröffentlicht

15. Januar 2025

Inkrafttreten

15. Januar 2025

Quelle

DGUV

Vorschrift

DGUV Regel 113-004

Fachliche Analyse

Was hat sich geändert?

Erweiterte Anforderungen an das Freigabeverfahren (Erlaubnisschein). Konkretere Vorgaben für Rettungskonzepte. Neue Anforderungen an die Qualifikation der Aufsichtführenden.

Warum ist das wichtig?

Arbeiten in engen Räumen gehören zu den gefährlichsten Tätigkeiten. Die Neufassung reagiert auf schwere Unfälle der letzten Jahre.

Wen betrifft es?

Alle Betriebe mit Arbeiten in Behältern, Silos, Schächten, Kanälen oder engen Räumen – Chemie, Lebensmittel, Abwasser, Bauwirtschaft.

Was muss der Betrieb jetzt tun?

Freigabeverfahren überprüfen, Rettungskonzepte aktualisieren, Qualifikation der Aufsichtführenden nachweisen, Unterweisungen durchführen.

Welche Fristen gelten?

Sofort anwendbar. Bestehende Verfahren sollten innerhalb von 6 Monaten angepasst werden.

Welche Risiken entstehen bei Nichtbeachtung?

Lebensgefahr für Beschäftigte. Strafrechtliche Konsequenzen bei Unfällen. BG-Regress.

Welche Pflichten ergeben sich daraus für Unternehmen?

Wer sollte sich darum kümmern?

["Fachkraft für Arbeitssicherheit","Führungskraft","Werkleitung"]

Welche Dokumente sollten geprüft werden?

["Gefährdungsbeurteilungen","Betriebsanweisungen","Unterweisungsnachweise","Notfallpläne"]

Praxisorientierte Bewertung

Was bedeutet die Änderung im Betriebsalltag?

Das Freigabeverfahren muss konkret auf jeden Einstieg abgestimmt sein. Ein pauschaler Erlaubnisschein fuer 'alle engen Raeume' reicht nicht mehr.

Welche typischen Fehler passieren?

Rettungskonzepte sind oft nur theoretisch vorhanden, aber nie geübt worden. Aufsichtführende kennen ihre Pflichten nicht genau.

Wo entstehen häufig Haftungsrisiken?

Bei tödlichen Unfällen in engen Räumen werden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Fehlende Rettungskonzepte sind ein zentraler Vorwurf.

Was wird bei Audits häufig vergessen?

Lassen Sie sich das Rettungskonzept zeigen und fragen Sie nach der letzten Rettungsübung. Prüfen Sie die Qualifikationsnachweise der Aufsichtführenden.

Worauf achten Behörden oder Berufsgenossenschaften besonders?

Berufsgenossenschaften prüfen gezielt Freigabeverfahren und Rettungskonzepte nach schweren Unfällen.

Empfohlene Sofortmaßnahmen

  1. 1["Verantwortliche informieren","Bestehende Dokumente prüfen","Handlungsbedarf bewerten","Maßnahmen terminieren","Unterweisungen vorbereiten","Wirksamkeit kontrollieren","Nachweise dokumentieren"]

Was muss die Geschäftsleitung wissen?

Risiko

Hoch

Priorität

Hoch

Kostenfolgen

Mittel – Schulungen, ggf. neue Rettungsausrüstung, Anpassung der Erlaubnisscheine.

Organisatorischer Aufwand

Mittel – einmalige Überarbeitung der Verfahren, dann laufende Schulungen.

Haftungsrisiken

Strafrechtliche Verantwortung bei tödlichen Unfällen durch fehlende Sicherheitsmaßnahmen.

Empfohlene Entscheidung

Rettungsübung ansetzen, Freigabeverfahren überarbeiten, Budget für Schulungen einplanen.

Ampelstatus dieser Änderung

Rot – Hoher Handlungsbedarf

Sofortige Prüfung erforderlich. Unmittelbarer Handlungsbedarf für das Unternehmen.

Dieses Rechtsmonitoring dient der frühzeitigen Identifikation relevanter gesetzlicher und technischer Änderungen. Die Inhalte basieren auf öffentlich zugänglichen offiziellen Quellen wie Gesetze im Internet, BAuA, DGUV, Bundesanzeiger, BMAS, Umweltbundesamt, EUR-Lex, ECHA und offiziellen Gefahrgutquellen. Eine individuelle rechtliche Prüfung im Einzelfall bleibt erforderlich.

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